Diagnose vor Umbau

Die Vordiagnose vor dem Umbau auf Autogas (LPG)

Die Vordiagnose muss durchgeführt werden, um eine optimale, fachgerechte und erfolgreiche Gasanlagenumrüstung gewährleisten zu können.

Der Kunde erwartet nach dem Autogas-Umbau, dass sein Fahrzeug problemlos bivalent funktioniert, dies bedeutet, dass das Fahrzeug sowohl im Benzin- als auch im Gasbetrieb keine Störungen aufweist und problemlos funktioniert.

Bereits vorhandene technische Mängel an dem umzurüstenden Fahrzeug sind dem Kunden oft nicht bekannt. Meist kommt es bei einer vollen Auslastung des Zündsystems im Gasbetrieb zu Problemen. Wird das gebrauchte, umzurüstende Fahrzeug vor dem Umbau vom Fachpersonal nicht auf bereits bestehende Mängel überprüft, könnte es nachhaltig zu Störungen im Fahrbetrieb kommen.

Es sollte besonders Wert darauf gelegt werden, eine gute Kundenbeziehung mittels Fachwissen, Qualität und optimaler Beratung aufzubauen, denn es kann nicht das Ziel sein, dass der Kunde Geld investiert, um nach der Umrüstung einwandfrei im Benzinbetrieb fahren zu können und während des Gasbetriebes treten Störungen auf für die der Kunde auch noch Reparaturkosten begleichen muss. Eine gute Vordiagnose kann eventuelle auftretende Konflikte zwischen dem Kunden und dem Umrüstungsbetrieb verhindern.

Für den Umrüstungsbetrieb ist es genauso relevant die Vordiagnose korrekt durchzuführen und zu dokumentieren, um nachhaltig keine Betriebsstörungen auf Kulanz beheben zu müssen, die vor dem Einbau schon vorhanden waren. Die Dokumentation der Vordiagnose ist besonders wichtig, wenn die Werkstatt dem Gasanlagenhersteller oder der Reparaturkostenversicherung des Kunden nachweisen muss, dass vor dem Einbau der Gasanlage keine Mängel in den relevanten Baugruppen vorhanden waren.

Es zeigte sich in der Praxis, dass nach einer korrekt durchgeführten Vordiagnose die Kundenzufriedenheit sehr hoch und die Reklamationsrate sehr niedrig ist.

Zwei Hauptaspekte der Vordiagnose

1. Begutachtung des gebrauchten Kundenfahrzeuges vor der Umrüstung auf vorliegende Schäden bzw. Störungen und des allgemeinen Zustandes

2. Überprüfung des Fahrzeuges auf Besonderheiten, Eigenschaften und vorangegangene Umbaumaßnahmen (z. B. Tuning, Anhängervorrichtung) vor dem Beginn des Einbaus, um festzustellen, ob die Einbaumaßnahmen erschwert werden oder nicht durchführbar sind

Der Berater sollte zusätzlich gezielte Fragen an den Kunden stellen, um zu reflektieren, ob noch offene Fragen bestehen und ob das Erklärte verstanden wurde, um Missverständnisse zu vermeiden. Bei Neufahrzeugen werden nur die genannten Aspekte unter Punkt 2 geklärt.

Ermittlung des Fahrzeugzustandes und Klärung von Vorschäden

Der Fachmann stellt dem Kunden gezielte Fragen über sein Fahrzeug in Bezug auf:

  • Vorbesitzer und deren Anzahl
  • Früherer Gebrauch des Fahrzeuges als Fahrschul- oder Mietwagen
  • Unfälle, deren Anzahl, sowie Folgen oder noch bestehende Mängel
  • Zu hoher Kraftstoffverbrauch, Ausgehen des Motors im Stand oder bei warmen bzw. kaltem Zustand des Motors, Bestehen eines unrunden Leerlaufes des Motors
  • Mängel bei der Haupt- oder Abgasuntersuchung und wurden diese behoben
  • Durchschnittlicher Kraftstoffverbrauch auf 100 Kilometer
  • Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeuges
  • In welchen Abständen muss Kühlerflüssigkeit und Motoröl aufgefüllt werden
  • Wurden Wartungen des Fahrzeuges regelmäßig durchgeführt und dokumentiert
  • Wurde das Ventilspiel kontrolliert
  • Zufriedenheit des Kunden in Bezug auf das Fahrzeug

 Autogas Nürnberg – Tel. 0911/39209868